10.10.11 21:04 Alter: 8 yrs

[Ausstellung] 13.10. bis 20.11.2011: Astrid Nippoldt. Patterns of Paradise

Rubrik: Ausstellungen, Allgemeine News

 

Einladungsflyer, Abb.: Astrid Nippoldt, "Cape Coral - A Waterfront Wonderland", 2010/11

Einladungsflyer, Abb.: Astrid Nippoldt, "Cape Coral - A Waterfront Wonderland", 2010/11

Vom 13. Oktober bis 20. November 2011 zeigt der kunstraum muenchen die Einzelausstellung "Patterns of Paradise" der in Berlin lebenden Künstlerin Astrid Nippoldt (geb. 1973).

In "Patterns of Paradise" reflektiert Astrid Nippoldt Muster paradiesischer Vorstellungen, Lebenswelten und Naturanschauungen, die sie teils radikalisiert, teils verunklart oder ad absurdum fort- und vorführt. Neben der 2006 entstandenen Arbeit "Grutas" wird im kunstraum muenchen Astrid Nippoldts neueste Arbeit "Cape Coral" zu sehen sein. "Cape Coral" (2010/11) widmet sich den ästhetischen Schemata eines vermeintlichen Paradieses und präsentiert dem Betrachter das Vexierbild eines Ortes zwischen allzu schnellem Aufschwung und dem darauf folgenden Niedergang. Mit 640 km künstlich angelegten Wasserkanälen und als "7th Most Affordable City in the World" bot Cape Coral (Florida) einen für jedermann realisierbaren Traum vom Haus am Wasser. Cape Coral war Sinnbild einer Vision der perfekten Besiedelung und bis vor Kurzem Nordamerikas schnellstwachsende Region. Doch die weltweite Immobilienkrise schlug hart zu und hinterließ auch – oder insbesondere – im Paradies Cape Coral ihre Spuren.

Astrid Nippoldts filmische Annäherung an den Aufstieg und das Scheitern einer gesellschaftlich-ökonomischen Utopie mündet im kunstraum muenchen in einer mehrteiligen, multimedialen Installation. Ihr Ansatz ist dabei nur bedingt dokumentarisch, sondern vielmehr eine spielerische Interaktion mit dem Vorgefundenen. Neben der ständigen Hinterfragung des Betrachterstandpunkts spielen die Radikalisierung der Widersprüche, Rätselhaftigkeiten, Überraschungen und beklemmend-komische Auswüchse sowie die Überspitzung der Zustände ins Imaginäre eine wesentliche Rolle. Wiederkehrende Motive des Beobachtens beziehungsweise des Beobachtet-Werdens, des Sichtbaren und des Verborgenen erzeugen in Astrid Nippoldts filmischen wie auch fotografischen Arbeiten ein Spannungsmoment, dem sich der Betrachter nur schwer zu entziehen vermag.

Kuratiert von Ann-Kathrin Strecker und Sarah Dorkenwald.

Die Ausstellung wird gefördert von

 



Termine:

  • Mittwoch, 12. Oktober 2011, 19 Uhr: Eröffnung
  • Freitag, 14. Oktober 2011, 19 Uhr: Astrid Nippoldt im Gespräch mit Wolfgang Ullrich (Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie, HfG Karlsruhe)
  • Samstag, 15. Oktober 2011, 19-2 Uhr: Filmscreening, Führungen und Bar im Rahmen der "Langen Nacht der Münchner Museen"