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[Jubiläumsprogramm] Vierzig Jahre Kunstraum! Januar bis Dezember 2013

Rubrik: Allgemeine News, Ausstellungen

 

Ping/Pong. Kunstraum München 1973–2013 – Jubiläumsprogramm anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Kunstraums

2013 befragt der Kunstraum anlässlich seines 40-jährigen Bestehens seine eigene Geschichte und reflektiert seinen Standort im aktuellen Ausstellungsbetrieb. Vier Themenbereiche werden leitmotivisch das Jahresprogramm bestimmen: „Musik und Kunst“, „Kollaborationen“, „Bilderfragen“ und „Institution und Kritik“. Dabei steht das „Ping/Pong“ im Titel programmatisch für ein Veranstaltungsprogramm, das den aktuellen Kunstbetrieb diskursiv, dialogisch und in Form verschiedenster Formate beleuchten möchte – von Ausstellungen und Vorträgen über Konzerte und public
listenings bis hin zu Re-enactments vergangener Performances. Auch um dieser Neuorientierung Ausdruck zu verleihen, wurde das grafische Erscheinungsbild überarbeitet und unser beratendes Kuratorium neu eingesetzt. Diesem gehören jetzt Prof. Dr. Hans Dickel, Prof. Dr. Andres Lepik, Dr. Christiane Meyer-Stoll, Tilman Müller-Stöfen, Barbara Schäfer und Prof. Dr. Wolfgang Ullrich an.

Auftaktveranstaltung zum 40-jährigen Jubiliäum war eine große Jahresgabenausstellung, der drei einleitende Diskussionsveranstaltungen folgten. Alle drei Roundtables haben wichtige Schlüsseljahre der Kunstraum-Vergangenheit in den Blick genommen: 1928: Das Gründungsjahr des Vorgängervereins „Die
Freunde der Bildenden Kunst“, der in der NS-Zeit eine wichtige kulturpolitische Rolle gespielt hat. 1973: Das Jahr der Neugründung des Vereins als „Kunstraum München“ durch Michael Tacke, Hermann Kern, Erik Mosel, und andere. 2013: Als Ausgangspunkt für eine Standortbestimmung des „Modells Kunstverein“ heute.

Der Themenblock „Musik und Kunst“ (Februar – März 2013) nimmt die in der Kunstraum-Satzung explizit verankerte Einbindung von Musikveranstaltungen zum Anlass, um Fragen nach interdisziplinären Wechselwirkungen zwischen Kunst und Musik zu stellen. Ausgehend von Fluxus über die Punk-Kultur der 1980er Jahre sollen aktuelle Berühungspunkte, aber auch Gegensätzlichkeiten zwischen Kunst- und Musikbetrieb reflektiert werden. Mit Veranstaltungen zu Michael von Biel, Henning Christiansen, Augusta und Kalle Laar, Phillipp Sollmann/AO&.

Der Themenblock „Kollaboration“ (April – Juni 2013) untersucht kollektive künstlerische und kuratorische Arbeitsweisen in Zusammenarbeit mit dem Künstler-Duo „Mahlergruppe“. In verschiedenen Medien (Malerei, Skulptur, Performance u.a.) greift die Mahlergruppe Themen von gesellschaftlicher
Relevanz und Aktualität unmittelbar auf. Für den Kunstraum erarbeiten sie ein Konzept, das speziell ihren Standpunkt und ihre Handlungstheorie als Künstler-Duo bzw. ihre kollektive Identität im Zusammenspiel mit der individuellen beleuchtet. Weitere kollaborativ arbeitende Projekte und Gruppen werden eingeladen.

Im Themenblock „Bilderfragen“ (Juli – September 2013) widmen sich die Maler Lutz Braun und Ioan Grosu sowie die Kunsthistorikerin Ann-Kathrin Strecker aus einer interdisziplinären Perspektive der Untersuchung von Malerei und thematisieren diese im Kontext aktueller bildwissenschaftlicher Fragestellungen.

Der Themenblock „Institution und Kritik“ (Oktober – Dezember 2013) widmet sich einerseits der konkreten Aufarbeitung der Geschichte des Kunstraums und seines Vorgängervereins „Freunde der Bildenden Kunst“. Zum anderen soll institutionskritischen Fragen nachgegangen werden, die im Kunstraum schon früh, beispielsweise in Ausstellungen von Philippe Thomas, Achim Kubinski oder
Gustav Metzger reflektiert wurden.